Protagonisten

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Rudolf Wötzel

Ein schweres Burnout bewegt den damaligen Investmentbanker, seinen Job bei "Lehman Brothers" zu kündigen und eine fünfmonatige Alpenüberquerung von Salzburg nach Nizza zu starten.
Auf dieser Wanderung erfährt er einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel, der seinem bisherigen Leben eine völlig neue Richtung gibt. "Das größte Wunder meiner Reise ist, dass ich gelernt habe, dass sich der Körper, die Seele komplett selbst heilen kann."
Seine Erfahrungen hat er in dem Buch "Über die Berge zu mir selbst" festgehalten. Heute berät und coacht er Manager und betreibt eine Berghütte in den Schweizer Alpen.

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Reinhard Stachel

Der Großprojektmanager ist seit über 25 Jahren in der Automobilindustrie im Bereich Fahrzeugentwicklung tätig. In den letzten 20 Jahren und insbesondere seit der letzten Wirtschaftskrise beobachtet er zunehmend mehr Leistungs- und Zeitdruck in der Branche und einen Verlust der Wahrnehmung und Wertschätzung des einzelnen Menschen. Er hat am eigenen Leib erfahren, wie krank ein solches Arbeitsumfeld machen kann. Heute ist ihm in seiner Arbeit vor allem wichtig, dass die Menschen im Unternehmen ein gesundes Verhältnis von Engagement und Abgrenzung haben. "Der Einzelne muss erst mal erkennen, dass er Verantwortung übernehmen kann und Möglichkeiten hat."

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Torsten Müller

Der Manager bei der Drogeriemarktkette "dm" betreut als Gebietsverantwortlicher im Kreis Regensburg über 500 Mitarbeiter in 29 Filialen und engagiert sich als Referent für "dm-Führungsseminare" in der Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern. Ein guter Führungsstil bedeutet für ihn, "den Menschen die Möglichkeit zu geben, in eine Selbstführung zu kommen, und sie in ihrem individuellen Lebens- und Entwicklungsweg zu unterstützen". Er möchte in seiner Aufgabe Menschen dazu ermutigen, sich als Gestalter ihres Lebens zu begreifen. Meditation hat er für sich dabei als Möglichkeit entdeckt, ein tieferes Verständnis von sich selbst, von Menschen und von der Welt zu bekommen.

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Pier Carlo Padoan

Der ehemalige stellvertretende Generalsekretär und Chef-Ökonom der "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (OECD) und heutige Wirtschafts- und Finanzminister Italiens sieht "a lack of leadership" als eine der Hauptherausforderungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise an. "Märkte sind keine mächtigen Mechanismen, sondern von Angst getriebene Mechanismen. Sie verlangen nach Führung. Und in der jetzigen Situation muss die Welt wissen, in welche Richtung sie steuern will – bezogen auf die Umwelt, die Sozialpolitik und die Innovationen. Das erfordert Führungsfähigkeit!"

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Dr. C. Otto Scharmer

Der Aktionsforscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge und Autor der Bücher "Theorie U" und "Leading from the Emerging Future" entwickelt soziale Technologien für Veränderungsprozesse. Mit seinem neuen Ansatz möchte er das Denken in der Gesellschaft und in den Führungsetagen der Organisationen von einem Ego-Bewusstsein zu einem ganzheitlichen Öko-Bewusstsein verwandeln, das "im Dienst des Allgemeinwohls steht und nicht nur das eigene Wohl im Sinn hat".

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Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn

Der Molekularbiologe, Meditationslehrer und -forscher ist der Begründer der weltweit bekannten und erfolgreichen "Achtsamkeitsbasierten Stressbewältigung", auch bekannt unter "Mindfulness-Based Stress Reduction" (MBSR), einer ambulanten Therapie für Stressabbau in Form eines achtwöchigen Kurses. In einer Studie konnte er die Wirksamkeit dieses Achtsamkeitstrainings auf die emotionale und körperliche Gesundheit des Menschen nachweisen. Sein Motto lautet: "It’s always NOW!". So sieht er die Bewusstheit für den gegenwärtigen Moment und das Handeln im Jetzt als Voraussetzung für gute menschliche Beziehungen und für ein gesundes, lebendiges und spannendes Leben.

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Janice Marturano

Die Juristin und ehemalige Vice-Präsidentin von "General Mills" gründete nach ihren Erfahrungen mit Achtsamkeitsmeditation nach Jon Kabat-Zinn das "Institute for Mindful Leadership". Führungskräfte seien angesichts der heutigen Arbeitsbedingungen - geprägt von Komplexität, Schnelllebigkeit und der Anforderung, mit immer weniger Ressourcen immer mehr leisten zu müssen - überfordert und nicht ausreichend ausgebildet. Im Training von "mindful leadership", das sie mit den Fähigkeiten "Klarheit, Fokussierung, Kreativität und Mitgefühl" beschreibt, sieht sie eine Chance, mit diesen neuen Herausforderungen adäquat umzugehen.

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Prof. Dr. Arthur Zajonc

Der emeritierte Quantenphysiker praktiziert seit über 40 Jahren Meditation. Als Präsident des "Mind and Life Institutes" setzt er sich in Zusammenarbeit mit dem Dalai Lama für eine Verbindung von moderner Wissenschaft und Spiritualität ein. Als Meditationslehrer hat er neue Ansätze entwickelt, die unter dem Stichwort "Contemplative Inquiry" für Führungskräfte und BeraterInnen von großem Interesse sind. "Wie gestaltet man die Wirtschaft? Wenn man die inneren Dimensionen des Menschseins ausklammert, kommt man zu einer Lösung, aber diese Lösung basiert auf einem fragmentarischen Verständnis des Menschseins. Und das bedeutet, dass man eine unzulängliche Wirtschaft hat."

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Prof. Dr. Tania Singer

Die Neurowissenschaftlerin und Psychologin leitet als Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften die Abteilung für Soziale Neurowissenschaften. Derzeit führt sie mit ihrem "ReSource Projekt" die weltweit umfangreichste Studie zur Wirksamkeit von Meditation auf das menschliche Gehirn durch. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist dem Thema "Mitgefühl" gewidmet. Zusammen mit dem Kieler Institut für Weltwirtschaft entwickelt sie im Rahmen des Projektes "Caring Economics" ein neuartiges Wirtschaftsmodell, in dem das "Hauptziel von Wirtschaft die Sorge um andere und die Welt ist."

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Prof. Götz W. Werner

Der Gründer der Drogeriemarktkette "dm" und der Initiative "Unternimm die Zukunft", die sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen engagiert, gilt als Pionier und Vordenker einer Unternehmenskultur mit flachen Hierarchiestrukturen, die sich auf Bewusstheit gründet und auf die Selbstverantwortlichkeit und Förderung der persönlichen Weiterentwicklung der Mitarbeiter setzt. "Im Leben kommt es auf Veränderung, auf Entwicklung an, und die Gemeinschaft ist dazu da, dass jeder Einzelne sich seiner selbst bewusst wird." 2014 wurde ihm der Deutsche Gründerpreis für sein Lebenswerk verliehen.

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Erich Harsch

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Drogeriemarktkette "dm" spricht sich für eine Überwindung des hierarchischen Macht- und Pyramidendenkens aus. "Es geht einfach darum, den Menschen und das, was Menschlichkeit ausmacht, ernst zu nehmen und in den Vordergrund zu stellen, im Sinne von: Freiheit heißt in erster Linie Verantwortung, nicht nur für sich, sondern für das Gemeinschaftliche, für das Ganze." In den heutigen komplexen Zeiten bräuchte man keine hochherrschaftlichen Alleinentscheider, sondern "Entscheidungen, die im Konsens entstehen".

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Rudi Ballreich

Seit vielen Jahren arbeitet der Unternehmensberater und Führungskräfte-Coach erfolgreich mit meditativen Methoden in seinem Arbeitsumfeld. "Meditation führt dazu, im eigenen Bewusstsein aufzuwachen. In meinen Augen ist das die zentrale Führungskompetenz. Gute Führung heißt: Ruhen in sich selbst. Innehalten, aus einer Besonnenheit heraus Situationen anschauen und neue Ideen entwickeln, weil ich in einer Offenheit bleiben kann und nicht von Mustern bestimmt werde, sondern in Ruhe fragen kann: Was könnte hier neu passieren?"

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